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01.03.2015

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

Was haben Mobiltelefon und Schwimmteich gemeinsam?
30 Jahre am Buckel!

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nichtZählt man mit 30 Jahren bereits zum alten Eisen? Mitnichten! Ist ein Produkt dieses Alters nicht ein Auslaufmodell? Beileibe nicht! 1985 kam das erste handliche Mobiltelefon auf den Markt. Es sah aus wie ein dicker Knochen, wog fast ein Kilo und man konnte damit gerade einmal eine halbe Stunde telefonieren. Heute ist eine Welt ohne Handy nicht mehr vorstellbar. Das liegt vor allem daran, dass das Produkt immer weiterentwickelt wurde. Es verging kaum ein Jahr, in dem die Mobiltelefone nicht handlicher und noch leichter wurden. Eine ähnliche Entwicklung nahm der Swimming-Teich, dessen erste Exemplare vor 30 Jahren errichtet wurden. Diesen ersten Versuchen folgten in Summe 5.000 Swimming-Teiche und Living-Pools weltweit.

Die Urväter

So unterschiedlich die Produkte auch sein mögen, so reizvoll ist doch ein Rückblick auf die letzten drei Jahrzehnte zu werfen. Umso mehr als die „Urväter“ beider Produkte in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts angesiedelt sind. Sieht man von den altertümlichen „Pools“ in Ägypten und später auch im antiken Griechenland, Rom uns Assyrien ab, entstanden die ersten „Indoor Pools“ bereits 1837 in London. Richtig in Mode kamen „Outdoor Pools“ mit den ersten Olympischen Spielen der Neuzeit im Jahr 1896.
Die Pioniere des Telefons waren Antonio Meucci, Johann Philipp Reis, Alexander Graham Bell, Elisha Gray und Thomas Edison, die alle an dieser revolutionären Kommunikationsmöglichkeit arbeiteten. In Erinnerung ist uns zumeist nur Alexander Graham Bell, der 1876 ein Patent für einen „apparatus for transmitting vocal or other sounds telegraphically“ einreichte, wie es in der Patentschrift so schön heißt. Die US-Amerikaner erinnerten 100 Jahre später mit einer Briefmarke an ihren großen Erfinder und die US-Amerikaner waren es auch, die den Swimmingpool zur industriellen Reife brachten. Nicht ganz unbeteiligt an der Hochblüte des Swimmingpools zwischen 1930 bis 1970 waren Hollywood und seine Filmindustrie, wo es für Stars von Cary Grant über Marilyn Monroe bis Faye Dunaway zum guten Ton gehörte sich am Pool abbilden zu lassen.
Heute liegen viele Pools – vor allem in Südkalifornien – brach, da der Wassermangel den Betrieb eines Pools zu kostspielig macht. Lassen Sie uns einen Sprung machen zu Entwicklungen, welche die Urväter von Telefon und Swimmingpool sich nicht in den kühnsten Träumen hätten vorstellen können.

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

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1986-1995: Das Jahrzehnt der Versuchskaninchen

Wiederholt betonte Peter Petrich, der im Jahr 1986 das erste Schwimmteich-System etablierte, wie wichtig in dieser Anfangsphase experimentierfreudige Kunden waren. Ohne sie hätte der zehn Jahre später einsetzende Siegeszug des „naturnahen Swimmingpools“ nie stattfinden können. Während der Österreicher Werner Gamerith in seinem Privatgarten bloß experimentierte, stellte Peter Petrich seine Firma BIOTOP breiter auf und entwickelte auf Anregung eines seiner Professoren an der Hochschule für Bodenkultur das erste und für die folgenden zehn Jahre einzige Schwimmteichsystem. Die ersten Anlagen wurden ganz ohne Technik konzipiert, man verließ sich auf die Selbstreinigungskraft der Natur – und siehe da: Es funktionierte. Die Nachfrage stieg und etliche Gemeinden interessierten sich für das neue Swimmingpool-Konzept  und beauftragten BIOTOP mit der Errichtung öffentlicher Anlagen. Das Highlight war der Planungsauftrag für einen Schwimmteich im Freizeitpark in Gaschurn/Vorarlberg. Diese Anlage wurde samt seiner sensationellen Rafting-Bahn nach langem Widerstand seitens der Behörden genehmigt und gilt heute noch als perfektes Beispiel für ein kommunales Naturbad.

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In der Telekommunikationsbranche bringt das C-Netz, das 1986 den Betrieb aufnimmt, zwei umwerfende Neuerungen. Zum einen das „Roaming“, mit dem jeder Teilnehmer überall erreichbar ist, und zum anderen das „Hand Over“, also den Wechsel der Funkzelle während des Telefonats ohne Verbindungsabbruch. Die Preise für die Autotelefone sind noch immer recht hoch: 2.500 bis 4000 Euro sind zu berappen. Mit sieben Kilogramm war das Telefon nicht gerade handlich. Zur Bekanntheit des – aus heutiger Sicht – Undings trug der Film „Wall Street“ aus dem Jahr 1987 bei, in dem Michael Douglas als Börsenmakler seine zwielichtigen Geschäfte über ein Motorola-Mobiltelefon abwickelt, oder die Fernsehserie „Magnum“ mit Tom Selleck. Wer etwas auf sich hielt, blätterte ein paar Tausender hin und diente der Branche als Versuchskaninchen.

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

1996-2005: Das Jahrzehnt der Durchstarter

Entscheidend für den Durchbruch des Handys, wie Mobiltelefone nur am deutschsprachigen Markt genannt werden, war der rasante Gewichtsverlust, den die Geräte durchmachten. So prügelartige Handys wie sie Angela Merkel in ihren jungen Jahren verwendete, waren Auslaufmodelle, ganz im Gegensatz zur Benutzerin des Mobiltelefons. Ende 90-Jahre begann die Nokia-Ära, als das erste Gerät mit den austauschbaren, farbigen Covern erschien. Bis Mitte der Nuller-Jahre waren die Finnen die unangefochtenen Spitzenreiter auf dem Handymarkt. So mancher heutiger Smartphone-Besitzer kriegt beim Anblick der damaligen Nokia-Generation  nostalgische Gefühle. Neben Nokia ritterten Alcatel, Bosch, Ericsson, Motorola, Samsung, Siemens und Sony um die Gunst der Kunden. Neue Frequenzen wurden geschaffen, sensationelle Stand-By-Zeiten erreicht und Zusatzfunktionen wie integriertes Radio (!) und Digitalkamera als technische Sensationen angepriesen. Kosenamen wie „Banane“ (Nokia 8110), „Easy“ (Alcatel) und „Ladyphone“ (Samsung SGH-A400) wurden kreiert und wer noch kein Farbdisplay hatte, musste damit rechnen belächelt zu werden. Die Zahl der Mobilfunk-Teilnehmer überschritt im ersten Quartal 2003 die 60-Millionen-Grenze. Die finnische Erfolgsmarke „Nokia“ schien nicht zu bremsen zu sein.

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

Entscheidend für den Durchbruch des Schwimmteiches und dem wirtschaftlichen Erfolg von BIOTOP war neben dem Gewinn des „Eco-Design-Preises 96“, einem Preis für zukunftsfähige Produkte und Lösungen, die Verabschiedung der Novelle zum Bäderhygienegesetz. Dadurch war Rechtssicherheit für die Errichtung von Swimming-Teichen gegeben. Ein Auftragsboom für öffentliche Swimming-Teiche war die Folge und das Partnernetz in Deutschland wurde flächendeckend ausgebaut. Andere Schwimmteich-Systeme drängten auf den Markt, der um die Jahrtausendwende zu boomen beginnt. BIOTOP behielt seine Marktführerposition aber aufgrund des mittlerweile ausgereiften Systems und der Entwicklung von weiteren technischen Komponenten, die Jahre später zum Schwimmteich-Standard zählen sollten.  Im Jahr 2000 wurde die tausenste Anlage errichtet und die F- & E-Abteilung von BIOTOP brachte Komponenten wie den Bogensiebskimmer, dem Tauchpumpenschacht und dem Phosphorfilter „PhosTec Ultra“ auf den Weg. Die Qualitätsansprüche der Kunden wurden immer höher und das glasklare Wasser während des ganzen Jahres war zu einem Erfolgskriterium geworden. Die österreichische Erfolgsmarke „Swimming-Teich“ schien nicht zu bremsen zu sein.

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

2006-2015: Das Jahrzehnt der Revolution

Wer hätte sich Anfang dieses Jahrhunderts vorstellen können, dass Nokia als Markführer am Mobiltelefonsektor solch ein Abstieg bevorstand. Sony erkannte schon die Zeichen der Zeit und fusionierte seinen Handyzweig bereits 2001 mit Ericsson. Die Neuentwicklungen kannten kein Ende: erste Kombigerät aus Handy und mobiler Spielekonsole, Spieler waren via Bluetooth miteinander verbunden. Fotos, Videos, MP3, E-Mail, Java und vieles mehr auf dem Handy wurden zur Selbstverständlichkeit. Ebenso eine integrierte 3-Megapixel-Kamera. Das „Smart Phone“ war geboren. Das Gewicht wurde ein gewichtiger Kaufgrund: 212 Gramm, 180 Gramm, „mit einem Gewicht von 130 Gramm ist es ein echter Brummer“ (Zitat aus einer Beschreibung des KG920 von LG Electronics). Doch am 9. November 2007 schien es, als hätten alle Hersteller über Jahre hinweg geschlafen: Das iPhone kam in Deutschland auf den Markt. Trotz des horrenden Preises (je nach Tarif zwischen 1.600 und 2.500 Euro) ging das Apple-Handy von Anfang an weg wie warme Semmeln. Steve Jobs hatte eine Revolution eingeläutet, an der Samsung & Co über Jahre hinweg zu kauen hatten. Jobs hatte eine seiner Visionen umgesetzt.

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

Wer hätte sich Anfang dieses Jahrhunderts vorstellen können, dass das ausgereifte Produkt „Swimming-Teich“ noch lange nicht das Ende der Fahnenstange erreicht hatte. Es wurde oft kopiert, doch Peter Petrich war dank seines Erfindungsreichtums und vor allem durch die Einfachheit des BIOTOP-Systems – und damit der Verständlichkeit für den Kunden – der mittlerweile starken Konkurrenz immer zwei bis drei Jahre voraus. Klares Wasser, geringes Algenaufkommen, Einsatz von energiesparsamer Technik und vieles mehr waren für den Kunden zur Selbstverständlichkeit geworden. Die Konkurrenzsysteme schienen näher an den hohen Standard von BIOTOP heranzurücken. Doch dann kam der Herbst 2007: Am Firmengelände in Klosterneuburg-Weidling entstand der Prototyp des Living-Pools, optisch ein klassischer Pool und trotzdem ein vollwertiger biologischer Schwimmteich. Pool-Liebhabern, die sich nicht damit anfreunden konnten, im selben Becken mit Pflanzen und Teichtieren zu schwimmen, wurde damit eine willkommene Alternative zum  herkömmlichen Swimmingpool angeboten.

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nichtDer Living-Pool kam gänzlich ohne Chlor oder andere giftige Chemikalien aus und bot „dennoch höchstes Schwimmvergnügen in kristallklarem Wasser“, wie die Eigendefinition von BIOTOP lautet. „Das kann nicht funktionieren“, tönte es aus dem Umfeld der Konkurrenz. „Das widerspricht den Grundsätzen des Schwimmteichbaus“, verlautete aus Verbandskreisen. Dass die beim Living-Pool eingesetzten Komponenten aus den langjährigen Erfahrungen des Schwimmteichbaus hervorgegangen waren, war den Kritikern wohl entgangen. Mittlerweile wird der Living-Pool kopiert, nicht nur weil er ein Produkt ist, nach dem der Markt verlangt hat, sondern auch, weil er Spaß, etwas Außergewöhnliches und Nachhaltigkeit vereint.
Aber Peter Petrich gibt sich nicht zufrieden, denn eine Vision hat er noch: „In ein bis zwei Jahrzehnten wird es keine Chemiepools mehr geben.“ Bis dahin wird es für Petrich und sein Team noch viel zu tun geben.

 

Zum Unternehmen: BIOTOP Landschaftsgestaltung GmbH

30 Jahre BIOTOP: Visionäre altern nicht

Die BIOTOP Landschaftsgestaltung GmbH war 1987 das erste Unternehmen weltweit, das Schwimmteiche als ökologische Alternative zu konventionellen  Swimmingpools auf den Markt brachte. In weiterer Folge wurde das Produkt weiterentwickelt und patentiert sowie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.
BIOTOP ist in diesem Bereich bis heute Marktführer in Österreich und gemeinsam mit seinen 66 Lizenznehmern auch weltweit die Nummer 1. Bisher wurden über 1.000 Schwimmteiche von BIOTOP selbst errichtet und über 5.000 Anlagen gemeinsam mit den Partnerfirmen. Inzwischen werden BIOTOP Swimming-Teich in ganz Europa, sowie in  Neuseeland, Australien und den USA gebaut.
Die Marktführerschaft wird durch konsequente Forschung und Weiterentwicklung der Produkte behauptet. Die jüngste Innovation ist der Living-Pool, das ist ein biologischer Swimmingpool mit dem eine neue Zielgruppe angesprochen wird und der schon rund 25% des Gesamtumsatzes ausmacht.
Der Firmensitz befindet sich in Klosterneuburg bei Wien. Nachhaltigkeit ist ein wichtiger Aspekt in der Unternehmenskultur, sowohl auf ökonomischer, als auch auf ökologischer Ebene.

 

Text: Anton Schneeweiß



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