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Sanierung eines Chlorpools

Der umgebaute Naturpool in der Schweiz mit schoener Holzterrasse

 

Wer das Badevergnügen in glasklarem, naturbelassenem Wasser sucht, ist mit einem Naturpool bestens beraten. Dabei muss man nicht neu bauen: Bestehende Chlorbecken lassen sich zu einem Biopool, der keinerlei Chemie benötigt, umrüsten. Der Projektbericht zeigt, wie der Umbau funktioniert.

Der Schweizer Gebäudetechnik-Unternehmer Werner Kastner (Name geändert) hatte 2004 ein altes Haus am Zürichsee gekauft und zunächst teilweise saniert. Im Zuge einer Komplettsanierung im Jahr 2009 beschloss Kastner kurzfristig, einen Pool an das Haus anzubauen. Der ausführende Architekt schlug ein Becken in Sichtbeton-Bauweise vor. Beim Bau des Schwimmbads wurde allerdings derselbe Standard-Betontyp wie für die restlichen Arbeiten am Haus verwendet. Das relativ poröse Material verursachte in weiterer Folge massive Undichtigkeiten des Pools. „Wir haben uns beim Bau einfach keine großen Gedanken über die Bauweise und den Betrieb gemacht. Wir konnten zwar den Einsatz von Chlor reduzieren, weil wir den Pool mit Granderwasser betrieben haben, welches wir im ganzen Gebäude verwenden. Die Probleme entstanden aber durch den porösen Beton, der durch das Chlor zusätzlich geschädigt wurde. Darüber hinaus hat uns das Chlor auf der Haut und in den Augen gestört“, berichtet Kastner.

Erfolglose Sanierung
Ein weiterer Problempunkt tauchte in Form von Algenbildung auf. Aus Kostengründen hatte man beim Bau an Einbauteilen gespart und nur zwei Einlaufdüsen installiert. Diese Entscheidung resultierte in einer unzureichenden Umwälzung des Wassers des 15 Meter langen und 3,5 Meter breiten Beckens. Nachdem der Sichtbeton-Pool von Beginn an nicht richtig funktionierte, versuchte Kastner zuerst die Mängel mit einer Sanierung zu beheben. So wurde das Becken nachträglich mit einem Zwei-Komponenten-Lack beschichtet, um es abzudichten. Trotz des Anstrichs war der Pool aber weder dicht noch überzeugten Haptik und Optik. Das Ergebnis des Rettungsversuchs war für den Bauherrn schlichtweg unbefriedigend.

Entscheidung für einen Naturpool
Der Hauseigentümer suchte daher nach einer alternativen Lösung. Bei einer Recherche im Internet stieß Kastner auf die Website des österreichischen Naturpool-Spezialisten Biotop und seinen Schweizer Partner egli jona ag. „Das Konzept gefiel mir und ich nahm Kontakt mit egli jona auf. Dann sah ich mir Musterpools bzw. Projekte bei anderen Kunden an. Daniel Egli lieferte darauf einen schlüssigen Vorschlag, wie man den bestehenden Pool möglichst schonend in ein Naturbecken umbaut. Das Konzept hatte Hand und Fuß, daher habe ich keine Vergleichsangebote eingeholt, sondern gleich Egli beauftragt“, so Kastner. Mit seiner jahrelangen Erfahrung im Poolbau konnte egli jona mit konstruktiven Ideen überzeugen, etwa dass sich die Pooltechnik in das Holzdeck des bestehenden Beckens integrieren ließ.

Umbau zum Bio-Pool
Die Entscheidung für ein Naturbecken schlug gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe. Beim Living Pool ist keinerlei haut- und augenreizende Chemie für den Betrieb notwendig. Außerdem war der Umbau kostengünstiger als eine Komplettsanierung des bestehenden Chlorbeckens. So konnten Skimmerkreislauf, Düsen, Poolabdeckung, Unterwasserbeleuchtung, Gegenstromanlage, Massagedüsen sowie die Filter-/Pumpentechnik und Beheizungsanlage in der Garage belassen werden. Neu eingebaut wurde ein Filterschacht direkt neben dem Becken, in dem nun der patentierte Biotop Converter mit Phosphatfilter eingebaut ist. Zusätzlich wurde ein Technikschacht für die neuen Elektroanschlüsse integriert, der gleichzeitig Platz für Zubehör wie den Poolroboter bietet. Zugänglich sind die Schächte über drei separate Klappen im Holzdeck.

Mit Umbauten und Anpassungen zum Ziel
Im Zuge der Sanierung kürzte egli jona zusätzlich die 1,2 Meter hohe Mauer neben dem Pool ein und legte einen terrassenförmigen Übergang zum Haus an, um die Wasserfläche besser sichtbar zu machen. Das Becken selbst erhielt eine Folienabdichtung in der Farbe blaugrau, die das naturbelassene Wasser besonders gut zur Geltung bringt. Am unteren Ende des Pools wurde ein Quellstein gesetzt, der einerseits als Wassereinlauf die Düsen ergänzt, aber auch ein beruhigendes Plätschern erzeugt. Zudem dient der Quellstein als Kontrolle: Läuft Wasser läuft auch der Filter. Zu den Herausforderungen des Projekts zählte der Umbau aller vorhandenen Einbauteile wie Einlaufdüsen und Bodenablauf, um kompatibel mit der Folie zu sein. „Mit Zwischenstücken und Anpassungen der benötigten Edelstahl-Flanschteile konnte das Problem gelöst werden. Auch die Lamellenabdeckung des Pools, die zuvor instabil und zu weit unten platziert war, hat egli jona verbessert. Ein neuer Wellenmotor und eine optimierte Steuerung waren hier die Lösung“, sagt Kastner. Nach rund fünf Wochen konnte der Umbau abgeschlossen werden.

Volle Zufriedenheit dank kompetentem Partner
Mit dem Ergebnis ist Werner Kastner mehr als zufrieden. „Meine Familie ist so wie ich begeistert, denn der Living Pool bedeutet Lebensqualität pur für uns. Dank des naturbelassenen Wassers tränen die Augen nicht mehr und die Haut fühlt sich angenehm weich an“, berichtet der Unternehmer. Auch der geringe Wartungsaufwand begeistert. „Es sind keine Kontrollen der Wasserparameter oder regelmäßige Beigabe von Chemikalien notwendig. Die Pflege reduziert sich auf das Becken. Ansonsten fällt kaum Arbeit an – eine deutliche Verbesserung gegenüber dem Chlorbecken. Der Frühjahr- und Herbstservice kann eigenständig gemacht oder bei egli jona in Auftrag gegeben werden. Auch die Folie besitzt eine angenehme Haptik und schöne Optik, man genießt einen Blick wie in den Zürichsee“, sagt Kastner. Als Schlüssel zum Erfolg des Umbauprojekts wertet der Bauherr die kompetente Betreuung durch egli jona. „Daniel Egli besitzt viel Erfahrung und ist sehr flexibel in der Zusammenarbeit. Dadurch war die Bauphase unproblematisch. Bei Fragen stand Daniel Egli stets zur Seite und gemeinsam löste man alle Hindernisse“, meint Kastner.

So wird ein Chlorbecken zum Living Pool
Bei der Umrüstung eines gechlorten Pools zu einem Living Pool kann meist der existierende Wasserkreislauf, bestehend aus Skimmer, Pumpe und Sandfilter, weiterhin verwendet werden. Nur die Chlorierung wird stillgelegt. Zusätzlich wird ein Converter-Schacht eingebaut. Dieser besteht aus dem biologischen Filter, einer kleinen Pumpe und dem PhosTec Upstream System von Biotop. Alle Komponenten sind in einem Schacht integriert, welcher neben dem bestehenden Pool angeordnet und durch je eine Zu- und Ablaufleitung an diesen angeschlossen sind. Vorteile: Naturbelassenes, glasklares Wasser, das ohne Chemie auskommt, deutlich geringere Betriebskosten und viel weniger Wasserverbrauch, weil ein jährlicher Tausch nicht notwendig ist.

Das Sichtbetonbecken wies mehrere Problemstellen auf
Verlegen der Folie zum Abdichten des Beckens
Einbau des Converter Schachts mit der Biofilter Technik


Links: Das Sichtbetonbecken wies mehrere Problemstellen auf

Mitte: Verlegen der Folie zum Abdichten des Beckens
Rechts: Einbau des Converter-Schachts mit der Biofilter-Technik



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